über uns

Dem Netzwerk Ethische Fallbesprechungen (NEFB) gehören aktuell zehn Trägerorganisationen der Altenhilfe sowie der Diözesancaritasverband an. Hauptziel des Netzwerks ist die Förderung der ethischen Kompetenz in Einrichtungen der katholischen Altenhilfe sowie in anderen Hilfebereichen wie etwa der Behindertenhilfe.

Das Netzwerk ging 2014 aus einem Modellprojekt hervor und wird durch die Hauptabteilung Caritas unserer Diözese unterstützt (während des Projekts ab 2011 durch die Mutter-Theresa-Stiftung ). Die wissenschaftliche Begleitung ist durch Professorin Dr. Annette Riedel von der Hochschule Esslingen gewährleistet. Unter ihrer Leitung fanden mehrere Kurse zur qualifizierten Moderation ethischer Fallbesprechungen statt. Dem Netzwerk stehen über 35 ausgebildete Moderatorinnen und Moderatoren zur Anleitung ethischer Fallbesprechungen zur Verfügung. Sie bilden einen zentralen Baustein für den Pool fachlicher und methodischer Kompetenzen des NEFB. Das Netzwerk unterstützt seine Mitglieder außerdem bei der Implementierung ethischer Methoden und bietet Fachveranstaltungen zu aktuellen Themen an.

Über neue Mitglieder freuen wir uns!

Die Organe unseres Netzwerks

Netzwerkversammlung
Die Netzwerkversammlung ist das wichtigste Gremium und trifft sich einmal jährlich um über aktuelle Entwicklungen zu beraten. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der Einrichtungen, die einen Beitritt erklärt haben.


Vorsitzende
Aus dem Kreis der Mitglieder wählt die Netzwerkversammlung alle drei Jahre zwei Vorsitzende. Für die aktuelle Amtsperiode 2017 – 2020 sind dies:

             

Dr. Alfons Maurer                          Werner Strube
(1. Vorsitzender)                          (2. Vorsitzender)


Ethik-Experten
Zur fachlichen Beratung des Netzwerks konnten wir zwei ausgewiesene Fachleute gewinnen:

             

Dr. Elisabeth Bürger                           Dr. Ralf Lutz


Leitungskreis
Der Leitungskreis ist die strategische Steuerungsinstanz des Netzwerks. Er trifft sich vier mal jährlich um wichtige organisatorische und inhaltliche Fragen zu beraten. Dabei werden entscheidungsreife Vorschläge für die Netzwerkversammlung und die Vorsitzenden erarbeitet. Neben den beiden Vorsitzenden gehören diesem Gremium drei bis sechs weitere Personen der Netzwerkversammlung, je eine Person zur Vertretung des Diözesancaritasverbandes und der Hauptabteilung Caritas des Bischöflichen Ordinariats, die geschäftsführende Person sowie zwei eigens berufene Ethik-Experten an. Mitglieder sind aktuell:

Dr. Elisabeth Bürger, Palliativ-Ärztin i.R. (Ethik-Expertin)
Uta Metzdorf, Caritasverband für Stuttgart
Dr. Ralf Lutz, Katholische Fakultät der Universität Tübingen (Ethik-Experte)
Lori Martens, Stiftung Haus Lindenhof
Dr. Alfons Maurer, Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung (Vorstand)
Dr. Ursula Nagel, Katholische Kirchen- und Stiftungsverwaltung Horb
Martin Priebe, freiberuflicher Berater und Trainer (Geschäftsführer)
Michaela Rueß, Hauptabteilung VI – Caritas, Bischöfliches Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Werner Strube, Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Bereichsleiter Soziale Arbeit)


Geschäftsführung

Die Geschäftsführung nimmt die operative Leitung war und hat insbesondere die Aufgabe, Beschlüsse der Leitungskonferenz umzusetzen, die Organisation des Netzwerks zu gewährleisten und die Ausbildung zur Moderation ethischer Fallbesprechungen zu organisieren. Seit Februar 2014 ist Martin Priebe Geschäftsführer.


Moderatoren und Ethikbeauftragte
Das Netzwerk verfügt über 35 Personen, die zur Moderation ethischer Fallbesprechungen ausgebildet wurden. Sie stehen den Einrichtungen zur professionellen Anleitung der Methode zur Verfügung. Dabei bekommen sie Unterstützung von den Ethikbeauftragten in ihrer Einrichtung: Diese sind Ansprechpersonen für alle ethischen Fragen und sichern die Rahmenbedingungen zur Durchführung ethischer Fallbesprechungen.

Ethische Fallbesprechungen als Methode

Ethische Fallbesprechungen tragen dazu bei, ethische Dilemmata aufzuzeigen und zu benennen. Mit einem strukturierten, transparenten Vorgehen werden die Teilnehmenden pragmatisch angeleitet.  Dabei orientieren wir uns an der Methode von Professorin Dr. Stella Reiter-Theil von der Universität Basel. Die situations- und fallbezogene systematische Reflexion sowie die Klärung ethischer Werte helfen dabei, eine tragfähige Entscheidung zu treffen. Dies unterstützt die Verantwortlichen in ethisch kritischen Situationen. Die Gesprächsleitung erfordert unbedingt die Qualifikation zur Moderation ethischer Fallbesprechungen.

(ausführliche Informationen zum Herunterladen in unserer Broschüre „Methodische Hilfe zur Behandlung ethischer Fragen“)

Falldarstellung
Zu Beginn der ethischen Fallbesprechung steht die Falldarstellung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erfahren alles Wichtige und haben Gelegenheit zum Nachfragen. Alle bekommen den gleichen Informationsstand, der auf einem Flipchart stichwortartig notiert wird.
Formulierung der ethischen Fragestellung (Ethikfokus)
Im zweiten Schritt klären die Teilnehmenden, welche der im Fall beteiligten Personen für welche Werte stehen. Ziel ist es, im Dilemma gegenüberstehende Wertepaare zu identifizieren, die das moralische Unbehagen der Teilnehmenden abbilden. Hier muss die Ethikmoderation darauf achten, dass alle Perspektiven zur Sprache kommen. Ist das der Fall, kann die ethische Frage, die für diese Fallbesprechung im Mittelpunkt steht, formuliert werden.
Ethische Reflexion (Ethikanalyse)
Nun werden Handlungsoptionen zum Fall gesammelt und ethisch abgewogen. Nach der Reflexion der Handlungsoptionen und der Benennung des Wertebezugs entscheiden sich die Teilnehmenden im Konsens für diejenige Handlungsoption, die ihnen ethisch am ehesten angemessen erscheint.
Konsequenzen aus der ethisch begründeten Entscheidung (Planung der Umsetzung)
Schließlich werden relevante Handlungsschritte aus dem ethisch begründeten Konsens abgeleitet: Das weitere Vorgehen, die verantwortlichen Personen und die Informationsweitergabe werden festgelegt sowie die Aufgaben terminiert.
Feedback
Zuletzt wird in einer Feedback-Runde die Fallbesprechung mit allen Teilnehmenden reflektiert. Themen sind Aspekte des gerade erlebten Prozesses sowie der erarbeiteten Ergebnisse.

Anwendungsfelder:
Ethische Fragestellungen in Pflege und Betreuung

Treiben Sie Fragen wie diese um?

Hätte meine Mutter oder mein Vater das noch gewollt?

Darf man das machen? Ist das noch mit der Menschenwürde vereinbar?

Was können wir tun, um einem an Demenz erkrankten Menschen ein Leben in Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen?

Was sollen wir tun, wenn keine Patientenverfügung besteht oder diese zu ungenau ist?

Was tun bei Verweigerung von Medikamenteneinnahmen?

Wann werden freiheitsentziehende Maßnahmen zum Selbstschutz oder wegen Gefährdung anderer unumgänglich?

Was tun, wenn es zu Konflikten zwischen Bewohnern oder Angehörigen kommt oder ein Bewohner sich vom anderen gestört fühlt?

Es sind ethische Fragen, auf die es keine eindeutige Antworten gibt. In allen Pflege- und Betreuungsfeldern sind die Betroffenen selbst, aber auch Angehörige, Mitarbeitende sowie Ärztinnen und Ärzte immer wieder mit ethischen Fragestellungen und Dilemma-Situationen konfrontiert. Oft müssen Entscheidungen getroffen werden, für die es kein klares Richtig oder Falsch gibt, sondern nur ein Abwägen zwischen gleichermaßen unangenehmen Folgen. Im Mittelpunkt stehen dabei unterschiedliche Werte, die sich im Dilemma miteinander befinden. Konsequente ethische Reflexion und die moderierte Durchführung einer ethischen Fallbesprechung können hier unterstützend wirken.

(Kurz-Information des NEFB über ethische Fallbesprechungen zum Herunterladen)

Ausbildung zur Moderation ethischer Fallbesprechungen

Ethische Fallbesprechung

„Ethische Fallbesprechungen sind das Bestreben, anhand eines ethischen Entscheidungsfindungsmodells, in einem strukturierten, moderierten und zeitlich begrenzten Gespräch zu einer ethisch begründeten Entscheidung zu gelangen. Dabei sollen möglichst alle von der ethischen Fragestellung Betroffenen in den Entscheidungsprozess eingebunden werden.“
(Projektarbeitsgruppe, Juli 2012)

Qualifizierung der Ethik-Moderatorin und zum Ethik-Moderator

Damit Sie die Methode der ethischen Fallbesprechung in Ihrer Einrichtung durchführen können, bieten wir Ihnen für fachlich geeignete und erfahrene Mitarbeitende eine Qualifizierung zur Ethik-Moderation an. Übergeordnetes Ziel ist es, dass die Teilnehmenden nach Abschluss der gemeinsamen Lern-, Übungs-, Praxis- und Reflexionsphasen ethische Fallbesprechungen in einem interdisziplinären Team eigenständig und strukturiert moderieren können. Die Kompetenzen und Methoden hierzu erwerben Sie durch Phasen der gemeinsamen ethischen Reflexion, durch begleitetes Training innerhalb der vertrauten Gruppe und durch konkrete Erfahrungen in der eigenen Einrichtung.

Inhalte des Programms

Neben theoretischen Inhalten zur (Pflege-) Ethik, Ethikberatung und Moderation geht es darum, die Moderation von ethischen Fallbesprechungen systematisiert und praxisorientiert anhand konkreter Fallbeispiele einüben. Die folgenden Ziele rahmen den Qualifikationsprozess der Ausbildung:

Bedeutung / Rolle von (Pflege-) Ethik im Pflegealltag erfassen

ethische Fragestellungen erkennen, formulieren, strukturiert reflektieren

ein Modell der Ethischen Fallbesprechung in seiner Struktur erfassen und anwenden

Moderationstechniken an 3 Praxisbeispielen praktizieren (Praxis-Phase)

selbstständig durchgeführte, begleitete Moderationen von ethischen Fallbesprechungen sowie die eigene Rolle in der Moderation konsequent reflektieren

die Relevanz ethischer Fallbesprechungen für die Praxis der eigenen Organisation erkennen und vertreten

Unsere Ausbilderinnen

Lori Martens

Wohnverbundsleitung Göppingen, Stiftung Haus Lindenhof; seit 2014 Ethik-Moderatorin, seit 2015 Ausbilderin für Ethik-Moderation.

Unsere Ausbilderinnen

Prof. Dr. Annette Riedel, M.Sc.

Professorin an der Hochschule Esslingen, Lehr- und Forschungsschwerpunkte Pflegewissenschaft und Ethik, zertifizierte Trainerin für Ethikberatung im Gesundheitswesen (AEM).

Unsere Ausbilderinnen

Andrea Barbara Sprentzel

Haus- und Sozialdienstleitung im Zentrum für Senioren und Begegnung Adrienne von Bülow, Grafenau, Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung; seit 2014 Ethik-Moderatorin, seit 2015 Ausbilderin für Ethik-Moderation.

Unsere Mitglieder

In unserem Netzwerk haben wir aktuell zehn Trägerorganisationen der Altenhilfe sowie den Caritasverband der Diözese Rottenburg Stuttgart als Mitglieder. Darunter sind große und kleinere Häuser, überwiegend stationäre, aber auch ambulante Einrichtungen.

Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Strombergstraße 11
70188 Stuttgart

Pfarrer Oliver Merkelbach
(Vorstandsvorsitzender)

Caritasverband für Stuttgart e.V.
xxx

Strombergstr. 11
70188 Stuttgart

Uwe Hardt
(Vorstand)

Katholische Spitalstiftung
Horb a.N.

Gutermannstr. 11
72160 Horb

Thomas Müller
(Stiftungsdirektor)

Katholische Sozialstation Riedlingen

St. Gerhard-Straße 16
88499 Riedlingen

Rudolf Saier
(Geschäftsführer)

Katholische Sozialstation
St. Vinzenz Fellbach

Pfarrer-Sturm-Straße 4
70734 Fellbach

Stefan Tepfenhart
(Geschäftsführer)

Katholische Sozialstation Schorndorf

Künkelinstraße 36
73614 Schorndorf

Thomas Sixt-Rummel
(Geschäftsführung)

Katholisches Verwaltungszentrum Bad Mergentheim

Kirchstr. 4
97980 Bad Mergentheim

Peter Striffler
(Verwaltungsdirektor)

Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung

Warmbronnerstr. 22
71063 Sindelfingen

Dr. Alfons Maurer
(Vorstand)

Stiftung Haus Lindenhof
xxx

Lindenhofstr. 127
73529 Schwäbisch Gmünd

Jürgen Kunze
(Vorstand)

Theresia Hecht Stiftung
xxx

Am Schlossberg 3
89165 Dietenheim

Christoph Götz
(Vorstand)

Vinzenz von Paul gGmbH Soziale Dienste und Einrichtungen

Bocksgasse 20-22
73525 Schwäbisch Gmünd

Jörg Allgayer
(Geschäftsführer)

Hinweise & Links

Unser Netzwerk arbeitet mit weiteren, auch externen Organisationen und Einrichtungen zusammen:

Mutter-Teresa-Stiftung
Netzwerk Alter und Pflege beim Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.

Neuigkeiten von unserem Blog

Fragen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Wenn Sie Fragen zu unserem Netzwerk haben oder bei uns mitmachen möchten, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf:

Martin Priebe

Geschäftsführer

Als Theologe und Volkswirt ist Martin Priebe seit den 1980er Jahren Experte in Wirtschaftsethik. Seit 2014 ist der freiberufliche Berater und Trainer (vgl. www.profit-mit-moral.de) Geschäftsführer des NEFB. 2015 hat er selbst die Ausbildung zum Moderator ethischer Fallbesprechungen im NEFB absolviert. Er steht für alle fachlichen wie organisatorischen Fragen gern zu Ihrer Verfügung.

wir sind für Sie erreichbar

Montag bis Freitag    9:00 – 16:30 Uhr

unsere Geschäftsstelle

Warmbronner Straße 22, 71063 Sindelfingen
Telefon 07031 63301-100, Telefax 07031 63301-121

E-Mail kontakt@nefb.de